Die Temperaturmethode

Wird zur Verhütung einer Schwangerschaft die Temperatur gemessen sprechen wir von der Temperaturmethode. Dabei wird die sog. Basaltemperatur gemessen, das heisst, die Temperatur, die der Körper beim schlafen als niedrigste Temeratur erreicht. Diese Basaltemparatur schwankt abhängig vom Menstruationszyklus. Kurz nach dem Eisprung steigt die Basaltemperatur leicht in einem Bereich von wenigen zehntel Grad an. Ziel der Temperaturmessung ist es dann, bei einer Erhöhung der Basaltemperatur über mindestens 3 Tage zu erkennen, dass der Eisprung erfolgt ist. Aus dem Zeitpunkt des Eisprungs kann man dann den Beginn der unfuchtbaren Phase errechnen. Da diese Methode aber sehr unsicher und dadurch eigentlich nicht zur sicheren Verhütung geeignet ist, möchte ich auf die Berechnung nicht näher eingehen. Die Temperaturmethode eignet sich eher dazu, durch das Berechnen der fruchtbaren Phase bei bestehendem Kinderwunsch den besten Zeitpunkt der Zeugung fest zu legen. Möchte man zur Verhütung dennoch auf diese Methode zurückgreifen, muss man beachten dass verschiedene Situationen die Genauigkeit der Messung beeinflussen. Die Basaltemperatur kann durch Infektionen, Schichtarbeit, Schlafmangel, Streß, Fieber und Alkohol herunter gesetzt sein. Dann ist keine zuverlässige Messung mehr möglich. Da die Temperaturmethode von zu vielen anderen Einflüssen abhängig ist, ist sie als alleinige Verhütungsmethode nicht ausreichend, sondern sollte wenn überhaupt, allenfalls als ergänzende Methode eingesetzt werden.