Die Pille danach
Bei der „Pille danach“ handelt es sich um ein reines Notfallmedikament, das nicht zur ständigen Einnahme geeignet ist. Sie ist gedacht zur Einnahme nach einer Vergewaltigung oder wenn ein anderes Verhütungsmittel nachweislich versagt hat. Sie muss so bald wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden.
Es gibt ein Zeitfenster, innerhalb dessen die Einnahme noch Sinn macht.Je nach Pille liegt dieses Zeitfenster bei maximal 72 Stunden. Jedoch ist die Wirksamkeit bei sofortiger Einnahme am höchsten und nimmt mit einem länger werdenden Zeitraum kontinuierlich ab. Die Wirkung der „Pille danach“ beruht ebenfalls, wie bei vielen anderen Verhütungsmitteln auf der Verabreichung von Hormonen. Jedoch sind in der Notfallpille Hormone in einer Dosierung enthalten dass diese sehr stark in den normalen Zyklus eingreifen.Es gibt viele unerwünschte Nebenwirkungen der Pille danach. Diese reichen von Kopfschmerzen über Unterbauchbeschwerden bis hin zu Blutungen die über die normale Menstruationsblutung hinausgehen. Die Pille danach ist nicht mit der Abtreibungspille zu verwechseln. Dabei handelt es sich wieder um etwas anderes. In Deutschland ist die Pille danach verschreibungspflichtig. Somit ist es ein Problem, die Einnahme unmittelbar nach dem ungeschützten Verkehr zu gewährleisten. In anderen europäischen Ländern ist diese frei erhältlich.