Die Geschichte

Seit der Mensch sich durch die Fähigkeit des bewussten Denkens, man kann auch sagen des Meta Denkens (die Fähigkeit, über sein eigenes Denken nachzudenken) von weiten Teilen der restlichen Tierwelt abhebt, wird Sexualität nicht mehr nur als überlebenswichtiger Akt der Fortpflanzung verstanden, sondern immer mehr auch als Befriedigung auch ohne die Notwendigkeit Nachfahren zu zeugen. In verschiedenen Regionen der Erde haben sich im Lauf der Zeit die unterschiedlichsten Methoden zur Empfängnisverhütung ausgebildet. Die Männer eines Nomadenvolkes setzten sich beispielsweise so in heißen Sand dass die sich im Hodensack befindenden Spermien abstarben. Meist wurde aber in früheren Zeiten versucht, die Spermien daran zu hindern in die Vagina einzudringen. Dazu wurden häufig Mullbinden oder ähnliches mit pflanzlichen Wirkstoffen bestrichen oder getränkt und in die Vagina eingeführt. Überlieferungen zufolge waren diese Versuche aber durchaus teilweise von Erfolg gekrönt. Manche der damals verwendeten Wirkstoffe werden auch heute in der Pharmaindustrie genutzt.Die Kirchen standen der Empfängnisverhütung lange Zeit ablehnend gegenüber. Teilweise wird sie heute von manchen Kirchen akzeptiert, von anderen nicht. Die evangelische Kirche beispielsweise erlaubt die Empfängnisverhütung seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts, während die katholische Kirche die Verhütung mit Verhütungsmitteln untersagt, jedoch natürliche Verhütung akzeptiert. Unter natürlicher Empfängnisverhütung versteht man Methoden wie einen Eisprungrechner, mit dessen Hilfe sich berechnen lässt wann die Frau die Phase der Unfruchtbarkeit im Monatszyklus erreicht hat..
Im Mittelalter wurde das Thema Sexualität allgemein nicht öffentlich angesprochen. Viele Leute aus dem einfachen Bürgertum waren völlig ahnungslos dazu.Diese Ahnungslosigkeit sorgte natürlich auch dafür, dass viele ungewollte Schwangerschaften entstanden. Da viele Familien früher nicht besonders viel Geld hatten konnten es sich nicht alle leisten, das Kind zur Welt zu bringen. Dies war die Zeit in der es Frauen gab, die in ihren Häusern unter grauenhaften hygienischen Bedingung Schwangerschaftsabbrüche anboten. Die Frauensterblichkeit lag auch entsprechend hoch.
Diese Zeiten sind zum Glück lange vorbei. Heutzutage kann jeder der ein wirkliches Interesse daran hat ein Verhütungsmittel finden dass zu ihm passt. Möglicherweise bestehende Allergien können durch den Wechsel zu einem anderen Präparat ausgeglichen werden. Habt Ihr euch für ein bestimmtes Verfahren zur Empfängnisverhütung entschieden, sollte die junge Frau mit Ihrem behandelnden Gynäkologen ein Gespräch führen.