Die Antibabypille

Die Antibabypille wird im Volksmund ganz einfach nur Pille genannt. Sie ist das Verhütungsmittel das in den Industrienationen am weitesten verbreitet ist. Die Sicherheit der Antibabypille ist bei richtiger Anwendung sehr hoch. Die erste Antibabypille kam nach Jahrzehntelanger Entwicklung in den 1960er Jahren auf den Markt. Bei Ihrer Einführung gab es in der Öffentlichkeit einigen Aufruhr, da die Pille nicht zu der damals vorherrschenden Moralvorstellung passte. Anfänglich wurde die Antibabypille nur verheirateten Frauen verschrieben.
Die Antibabypille greift durch Hormone in den weiblichen Monatszyklus ein. Östrogen fördert die Reifung einer Eizelle, den Eisprung und damit auch die Empfängnisbereitschaft. Ist es durch eine männliche Samenzelle zu einer Befruchtung der Eizelle gekommen, verhindert das Hormon Gestagen die Reifung einer neuen Eizelle. Auch der Gebärmuttermund wird durch den Einfluss von Gestagen mit dickem Schleim verschlossen. So wird verhindert, dass eine weitere Samenzelle eindringen kann. Diese Wirkung wird auch durch die in der Antibabypille enthaltenen Wirkstoffe erreicht. Die Eireifung wird verhindert und der Gebärmuttermund wird verschlossen. Es gibt Pillen die 21 Tage lang eingenommen werden und dann eine 7-tägige Pause erfolgt. Auch Pillen die durchgehend eingenommen werden sind auf dem Markt. Bei den Pillen die durchgehend eingenommen werden enthalten die Pillen für die 7-tägige Pause keine Hormone..
Vielfach wird die Regelblutung durch die Einnahme der Antibabypille schwächer als ohne Pille. Auch ein sogenannter Langzeitzyklus ist möglich. Die dafür angebotenen Präperate werden durchgehend eingenommen und es kommt zu keiner Blutung mehr.
Außer der Anwendung zur Empfängnisverhütung wird die Antibabypille auch als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden, gegen Akne und gegen übermäßige Körperbehaarung angewendet. Bei der Anwendung ist zu beachten dass die Wirkung durch die Einnahme andere Medikamente, z.B. Antibiotika, beeinträchtigt werden kann. Auch Durchfall oder Erbrechen kann die Wirkung der Pille verhindern.
Bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Antibabypille. Darüber hinaus werden die Kosten nur übernommen wenn die Pille zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden oder Akne eingesetzt wird. Private Krankenversicherer haben unter Umständen andere Regelungen zur Kostenübernahme. Die Kosten für die Antibabypille liegen bei etwa 20-30 Euro pro Monat, wobei es durchaus starke Preisunterschiede gibt.
Die Einnahme der Antibabypille kann das Risiko für die Bildung von Thrombosen und das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken steigern.
Bevor Ihr euch für die Einnahme der Antibabypille entscheidet solltet Ihr ein ausführliches Beratungsgespräch mit eurem behandelnden Frauenarzt führen. Keinesfalls dürft Ihr euch die Pille „von irgendwoher“ besorgen und auf eigene Faust einnehmen, da die Art der Pille individuell auf eueren Körper abgestimmt werden muss. Dies kann nur der Gynäkologe zuverlässig tun.