Der Vaginalring

Der Vaginalring ist ein Ring aus Kunststoff mit einem Durchmesser von etwa 8 cm. Der Ring gibt über einen bestimmten Zeitraum Hormone ab, die direkt von der Vaginalschleimhaut resorbiert (aufgnommen) werden. Somit zählt der Vaginalring zu den hormonellen Verhütungsmitteln. Durch die Hormonabgabe direkt an die Schleimhaut entfällt die orale Aufnahme wie sie bei der Antibabypille nötig ist. Somit können Anwendungsfehler durch Vergessen der Einnahme weitestgehend ausgeschlossen werden. Die Wrkung des Vaginalrings beruht darauf, dass durch die abgegebenen Hormone der Eisprung verhindert wird, der Muttermundschleim zäher bleibt und somit das Eindringen von Spermien erschwert und die Gebärmutterschleimhaut wird so verändert, dass sich in ihr keine Eizelle einnisten kann. Der Wirkmechanismus ist also weitgehend mit dem der Antibabypille vergleichbar. Allerdings sind die Hormone durch die direkte Aufnahme über die Schleimhaut niedriger dosiert. Auch die Wirksicherheit entspricht in etwa der der Pille. Zur Anwendung kommt der Vaginalring indem er ähnlich wie ein Tampon in die Scheide eingeführt wird, wo er für einen Zeitraum von 21 Tagen verbleibt. Nach 21 Tagen wird er entfernt. Nach der Entnahme führt das plötzliche fehlen der Hormone zu einer Hormonentzugsblutung, die der Menstruationsblutung sehr ähnlich ist. Nach einer Pause von 7 Tagen wird wieder ein Vaginalring eingelegt. Die Schwangerschaftsverhütung ist auch während der 7-tägigen Pause gewährleistet. Da es sich beim Vaginalring um ein verhältnismäßig neues Produkt handelt sind noch keine Langzeiterfahrungen verfügbar, aber es kann davon ausgegangen werden dass die Nebenwirkungen und Risiken dieselben sind wie bei der Antibabypille. Also Kopfschmerzen, Spannungsgefühle in der Brust, Thromboseneigung und ein gesteigertes Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Der Vaginalring ist in Deutschland rezeptpflichtig.

Im Vegleich zu anderen Vehütungsmitteln ist der Vaginalring relativ teuer.