Der Coitus interruptus

Der Begriff Coitus interruptus kommt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt „unterbrochener Geschlechtsverkehr“. Beim Coitus interruptus zieht der Mann noch vor der Ejakulation den Penis aus der Scheide und ergießt seinen Samen außerhalb. Auch wenn diese Art der Empfängnisverhütung zu den natürlichen Verhütungsmethoden gerechnet wird, ist nicht dazu zu raten sie zu praktizieren. Da bereits vor dem eigentlichen Samenerguss einzelne Spermien den Penis verlassen und diese Methode zudem eine starke Disziplin seitens des Mannes voraussetzt ist die Wirksamkeit sehr niedrig und kommt eher einem Lotteriespiel gleich.

Die katholische Kirche lehnt den Coitus interruptus aus religiösen Gründen ab, während der Islam ihn zur Empfängnisverhütung ausdrücklich zulässt. Sigmund Freud beschrieb bei Patienten die den Coitus interruptus häufig praktizieren eine erhöhte Neigung zu Angstneurosen. Eine Annahme, die unter Psychologen heutzutage sehr umstritten ist. Obwohl der Coitus interruptus einfach zu praktizieren ist, zudem keinen Arztbesuch erfordert und frei von Nebenwirkungen ist, ist keinesfalls dazu zu raten ihn zur Empfängnisverhütung zu praktizieren.