Das Hormonpflaster
Über ein Pflaster können Wirkstoffe veraberabreicht werden deren Aufnahme durch die Haut, also transdermal möglich ist. Dies könne neben verschiedenen Schmerzmitteln auch Hormone sein. Beim Hormonpflaster werden darüber die Geschlechtshormone Testosteron und Östrogene, bzw. Gestagene verabreicht. Die Wirkstoffaufnahme über die Haut hat dabei gegenüber anderen Verabreicungsformen einige Vorteile. Im Hormonpflaster kann der Wirkstoff in einer Menge gespeichert werden, die bei anderen Formen der Aufnahme nicht möglich ist, wodurch das Pflaster über einen langen Zeitraum verbleiben kann. Außerdem geht die Wirkstoffaufnahme nicht über die Leber, was natürlich zur Schonung der Leber beiträgt.Hormonpflaster werden nicht nur, aber eben auch zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Dabei ähnelt die Funktion stark der Funktion der Pille. Das Pflaster wird für 21 Tage ( 3 mal 7 Tage) auf die Haut geklebt, anschließend wird eine Woche pausiert. Die möglichen Nebenwirkungen sind ebenfalls denen der Pille sehr ähnlich, es kommt aber noch hinzu, dass eventuell Reaktionen der Haut
vorkommen können. Um diese Gefahr so gering wie möglich zu halten soll das Pflaster jedesmal an eine andere Stelle geklebt werden, damit sich die Haut immer wieder erholen kann. Dabei kann das Pflaster mit Ausnahme der Brust und der Innenseiten der Extremitäten überall geklebt werden. Anders als bei der Pille wird die Wirksamkeit bei einem Hormonpflaster durch Durchfall oder Erbrechen nicht beeinflusst. Da bei der heutigen Mode gerade bei jungen Frauen sehr viel Haut zu sehen ist, ist es nicht einfach, jedesmal eine neue Stelle zu finden an der das Pflaster geklebt wird. Deshalb ist dies wohl nicht die optimale Verhütungsmethode für junge Paare.